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Wir haben ja jetzt das Lagerspiel auf 0,10 mm vergrößert. Haben aber bis heute nie gemessen wie sehr sich das Lagerspiel, wenn der Motor warm ist, verändert.
BME/Pauter sagen, dass das Lagerspiel bei ALU Pleuel 0,09mm bis 0,11mm und bei Stahl Pleuel 0,05mm bis 0,08mm betragen soll.
Nun das ist der das Spiel im kalten Zustand! Wie sieht die Sache denn im warmen Zustand aus ? Ganz einfach messen hilft.
Ausdehnung ALU Pleuel bei 80 Grad = 0,25mm
Ausdehnung Stahl Pleuel bei 80 Grad = 0,10mm
Was dann bei warmen Motor (80 Grad) ein Lagerspiel :
bei ALU Pleuel von (0,25+0,11) 0,36mm ergibt
bei Stahl Pleuel von (0,10+0,08) 0,18mm ergibt.


Spitze nicht wahr!!!! und ich dachte immer so viel wird das schon nicht werden ……
Wenn wir uns dann noch diesen Bericht zugemüte führen


Bearing Clearances


Dann steht die Welt auf dem Kopf und ist sicherlich nicht mehr nur noch eine Scheibe sondern ein
HOT DOG oder sowas ähnliches….

Wenn wir jetzt den Autor nehmen und uns das alles mal notieren, kommen wir auf ein Lagerspiel von
ACHTUNG 0,07mm. Und BME / Pauter und der Rest der Hersteller sagen nicht unter 0,10mm …. wie ich das liebe!!!!

Block zurück vom Schweißen, alles perfekt. Das Gewinde hält sofort die 60NM aus und die Oberfläche ist 1A. Also habe ich alles zusammen gabaut.

Dann ab auf die Rolle und Feuer frei.
JA, das hat der Motor dann wohl wörtlich genommen und hat uns eine 1A Rückzündung gegeben !!!!!

Hier schön zu erkennen, wie der Raum hinter mir leuchtet! Die Flamme hat sich seinen Weg bei 2,5 bar Ladedruck gesucht …. aus dem Lader raus und das alles bei laufenden Motor!!
Dabei ist ein Überduck von 6,5 bar entstanden. Und das hinterließ Spuren:

Aber egal wir haben mit undichtem Intake, defektem Lader immerhin noch

710 PS mit gigantischen 926 Nm geschafft. Jetzt schweiße ich die ganzen Undichtigkeiten wieder zu und wir werden weiter gas geben.

Nun kommen Bilder/Videos wie man es NICHT machen sollte.

Kurz gesagt, das Mac Ventil war defekt, der Lader produzierte weiter druck, wir hatten den Boostcut raus genommen (weil wir immer die billigen China Map Sensoren gefahren sind und die haben ab und an mal so eine kleine mini Ladedruckspitze gehabt, was aber ein Messfehler war) und es wurden uns mit dem LM45 Lader 6,2 bar Luft in den Motor gedrückt. Dabei ist der Motor abgekrazt sowie die Rolle und die Software. *EIN TRÄUMCHEN*

Nun wird gerade unser vorletzter Bock geschweißt (Laser) und wir werden es nocheinmal versuchen.


AUFGEBEN WAR
NOCH NIE EINE OPTION

Endlich wieder Santa Pod. …..England hat uns wieder und wir haben uns sehr sehr gefreut.

Jacky glücklich und ich maximal nervös, denn der Rennwagen hatte auf dem Prüfstand gehalten. (dachte ich zu diesem Zeitpunkt)
Nun gut die technische Abnahme war schon spannend, wir mussten unsere FIA Gurte von Links nach Rechts wechseln ….. dort ist ein FIA Symbol und das muss wohl an dem Gurt sein, welcher über die Linke Schulter kommt?! egal…. gemacht und ok.
Was noch fehlte war die Richtige Launch. Wir hatten noch alles für den TB 90 stehen und mussten es auf den kleineren, aber wesentlich Effektivieren Lader ändern. Also Öl warm machen und Motor an. Alles lief zu diesem Zeitpunkt noch 1A. Launch schnell eingestellt und ab ins Line up.

Burnout = ok ….Start ….. und nach ca 200 Metern machte es BUMMMMMMM …. leck mich am Arsch habe ich mich geärgert…… selten so sauer gewesen…….. das alles wieder für 200-300 Meter …….. aber der Motor lief noch !!!
Ok…am Freitag ist dann nicht viel geschehen…. selbst das Medikament Alkohol wollte meinen Hals nicht passieren ….. ich war am ENDE !!!! Und kurz davor die Klamotten hinzuwerfen und nach Hause zu fahren.
Am Samstag dann die Erholung und nachsehen, was da abgeraucht war.

Die Stehbolzen hatten das geschweißte Stück Gehäuse mitgenommen und alles rausgerissen ….. SUPER !!!!! Lecko mio also nicht unsere Schuld, sondern mies geschweißt ……hatte ich mal schweißen lassen.
Egal war nun im Arsch und nix mehr fahren ….

Hier noch so ein happy Stehbolzen der versucht hat das ganze aufzuhalten ….. bei dem Versuch aber abgerissen ist …… oh wie wunderschön …… ich könnte KOTZEN !….
Wir sind dann doch bis zum ENDE der Veranstaltung geblieben.

Nun gut …. wir geben nicht auf ……..

Ich mache es kurz. Bei Fragen bitte die +49 172 3926883 anrufen oder per Whatsapp ich versuche zeitnah zu antworten.

Veranstaltung:
– aussuchen und anmelden …..das bekommt jeder hin !
Unterlagen:
– DFDS PDF Buchung ausgedruckt,DFSD Zettel über privat goods (ganz unten zum runter laden), DEKRA Nachweis über euren Rennwagen, Reisepässe, Geduld und ein bisschen Englisch kenntnisse.
Fähre:
– Santa Pod (SPRC) hat unter LINK die PDF zum buchen der Fähre benutzen. (wichtig keinen Sprit mitnehmen) wer dennoch was mitnehmen möchte, es kann nur Methanol angemeldet werden, muss das als „DANGEROUS GOODS“ anmelden. (Alles andere an Treibstoff kann NICHT mit rüber genommen werden !!!!!!) Dazu wird folgendes benötigt: #Eori Nummer Deutschland#Eori Nummer England# CMR(da steht dann die Menge-Frachtbrief)#Aufkleber(die bekommt man gegen eine Gebühr).
Durch das buchen der Fähre, werdet ihr als „Goods“ (Fracht) bewertet und müsst immer bei den LKW´s in Calais oder Dünkirchen in den Check in fahren ! (wichtig)
Nachdem ihr das Formular ausgefüllt habt, bekommt ihr nach versenden an DFDS in der Regel nach ca. 5 Minuten Eure Buchung.
Nun habt ihr für die Inanspruchnahme der Fähre 1/2 Jahr Zeit. So lange ist die Buchung gültig.
Da ihr nun als LKW und Fracht fahrt, ist es egal wann ihr am Fährhafen ankommt. Die dann freie Fähre die zur Verfügung steht, wird euch rüber schaufeln.
Prozedere in Calais:
-LKW Check in, dann müsst ihr euch weiter bei den LKW´s anstellen (ihr bekommt eine Fähre zugewiesen und eine Line (Linie zum Parken)) und durchfahrt erst eine Garage. Dort wird nach Besonderheiten gesucht (also nach blinden Passagieren) weiter dann kommt die Englische Grenze. Pässe Zeigen und wieder eine Garage mit dem gleichen Prozedere. Nun dürft ihr euch in eure LINE stellen (findet jeder ist 100% sehr gut ausgeschildert. Dort warten auf das „go“ zum Boarding (also beladen der Fähre)
Wenn ihr losfahren sollt, müsst ihr eueren Line Zettel zeigen und dort wird ein kleiner Schnipsel abgerissen, den Rest nehmt ihr an Euch.
Auf der Fähre, nehmt ihr den Schnitzel und geht zu den LKW Fahrern (Truck driver). Dort bekommt ihr ein Essen und Getränke umsonst. Ihr müsst nur euren Schnipsel (der wo die LINE steht) vorweisen.
GUTEN HUNGER !!!!
In Dover dann runter von der Fähre und ab nach Santa Pod ! Keine Kontrollen ….maximal Pass.
GUTES RENNEN
Prozedere in Dover:
– LKW check in….. ihr müsst nur euren Pass Zeigen und die Buchung vorweisen und den DFDS Zettel mit privat goods.
Wieder in Calais:
– auf der Spur mit allen anderen LKW´s und PKW´s fahren. Ihr hat nichts zu verzollen. Maximal Passkontrolle.

das War es auch schon. Was ich bis jetzt noch nicht gefunden habe, ist der Link zu dem Zettel privat goods von DFDS. Als download habe ich nur unseren Zettel als Bild.

JA ihr benötigt KEIN CARNET !!!!!!!! KEIN CARNET

Alle Matrosen an Bord, das Schiff legt ab, wir stechen in See nach England 🙂 Santa Pod wir kommen 🙂
Die National Finals vom 22-24 September werden durch unseren wunderschönen Rennwagen in der Klasse Super Comp bereichert 🙂 hi hi hi hi ….


Wir sind in dem Glauben, dass unser Rennwagen dort läuft und dank seiner Leistung ( PS + NM ) auf der Rennstrecke in Santa Pod bestens aufgehoben ist.
Sollte uns da wieder, wie letztes Jahr, alles um die Ohren fliegen, so haben wir noch eine Woche später (30-09-23 bis 01-10-23) das Glück, auf der Strecke in Zerbst zu starten . Dort auch wieder in der Klasse Super Comp.

Und dann ist endgültig Schluß für 2023.



Nach dem Umbau vom TB 90 zu TB 80 wussten wir ja schon, dass der Lader geil ist….aber so geil, dass war uns nicht klar….
Aktuell haben wir den Motor so abgestimmt, dass wir VIEL Drehmoment haben! Leistung ist dabei nicht ganz so wichtig. Es herrschen zur Zeit ca. 973 NM und 841 PS im Motor. Ich denke mal damit kann man fahren.
Der Weg dahin, ich hatte ihn vergessen:
Der Motor wurde ja auf gemacht, um Lager zu wechseln. Sie sahen SUPER AUS! Hätte ich mir sparen können …aber egal so sind wir sicher.
Beim Zusammenbau konnte ich mir eine kleine Malerei nicht verkneifen.

EGAL, auf der Rolle hat der Motor dann nach zwei Läufen die Ölpumpenwelle abgerissen.

Und zu guter letzt ist uns dann die Verbindung, Lader zum Plenum gerissen. Ich hatte dort eine AlphaLoc Schelle montiert, diese hat aber die Belastung nicht ausgehalten. Daher muss es nun herkömmlicher Schlauch bewältigen.

Und, weil ich ja wieder am schrauben war, habe ich direkt den Ölfilter genauer unter die Lupe genommen.

Lauter Flusen und ein paar Reste von der Ölpumpe konnte ich finden. Meine Fresse, es wird immer besser.
Nun wird noch die Verbindung getestet, ob sie auch im Rennen hält kann ich jetzt nicht sagen, aber wir versuchen auf der Rolle die Lastzustände dementsprechend herrschen zu lassen.
Also wie immer …Daumen drücken das wir nicht kaputt machen….. ich berichte 🙂

Nach Norwegen waren wir ja noch mal auf der Rolle um zu sehen ob alles OK ist.
Und dem war so!!
Also haben wir den Ladedruck hoch gesetzt um etwas BUMS in die Bude zu bekommen. Es war, zu diesem Zeitpunkt, ein TB 90 von Turbobandit verbaut. Nun, am Samstag, nach genau 15 Läufen auf der Rolle mit allem möglichen Einstellungen, konnten wir dem Lader nicht mehr als 2,2 bar entlocken. Dabei war das Ansprechverhalten extrem lang. Also wenn du auf der Rolle dann endlich in deinem Gang Vollgas (100% Drosselklappe) gibst, braucht der TB 90 ca. 6 Sekunden !!!!!!!!! bis 2,2 bar anliegen. Aus unserer Sicht, viel zu lange und viel zu wenig Ladedruck.
Aber…..wir haben ja noch einen TB 80 ,den es wohl nicht mehr so zu kaufen gibt. Das Schöne bei diesen Ladern, die Abgasseite ist immer gleich, also TB 90 zu TB 80 und anderes herum.
Nun was soll ich sagen, der TB 80 hat ca.1,5 Sekunden benötigt um 2,7 bar zu produzieren !!!!!!! YES, so soll das sein.

Heute geht es wieder auf die Rolle.

P.S. Nach 2 Dynoläufen vor Norwegen dann 4 Läufe in Norwegen, 15 Läufen wieder auf der Rolle und einem 2,7 bar Lauf, sieht der Öldruck perfekt aus !!!!!!! Ich kann es eigentlich gar nicht glauben.

So….dann mal Daumen gedrückt, heute wird geballert ……. mal sehen was wir da heraus bekommen, oder so zerstört bekommen.

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Ja…wir waren da !!!!!!!!! Sehr kurzentschlossen, aber wir haben es geschafft.
Was für ein Trip. Wesel -> Kiel -> Oslo -> Gardermon und wieder zurück !!!! Und wir sind mit einem funktionierendem Rennwagen wieder nach Wesel zurückgekommen.
Aber der Reihe nach.
Die Fahrt nach Kiel, zur Fähre, war schnell erledigt. In Oslo angekommen, geht es direkt aus der Fähre auf die Autobahn und damit auch nach ca. 500m in einen 4,5 Km langen Tunnel! Nix GPS und nix NAVI !!! Gott sei Dank war da auf den Schildern schon der Schriftzug Gardermon zu lesen. Angekommen, waren da auch schon die anderen Deutschen Teilnehmer. Mario Kück mit seinem Monster Wankel Käfer, Martin Friedschröder mit seinem super leichtem Carman Giha und Andre Nahler mit seinem 9 Sekunden Käfer. Also eigentlich alles vertreten, Wankel, Turbo, Lachgas, Sauger!

Freitag ging es dann auch direkt los und wir Fahrer wurden um 19:00 Uhr den Leuten vorgestellt. Dabei mussten wir schon unsere ERSTE Paarung ziehen (Losverfahren).


Super Sache, ich hatte einen Sauger als Gegner bekommen, der immer so 11,8 Sekunden fährt, zu diesem Zeitpunkt eine lösbare Aufgabe.


Also Samstag rauf aufs Pferd und ab die Post… so der Gedanke …. jedoch waren wir noch keinen Meter gefahren und unser Gegner hatte sein Auto komplett fertig. Also schnell einen Testlauf. Scheiße, der war gar nicht so schlecht….. 12,8 Sekunden ….. ups…. da muss mehr kommen …. aber es war keine Zeit mehr, Regen hatte alles sehr verkürzt.
Lange Rede kurzer Sinn, der Motor ist wieder nach dem Start AUS gegangen (habe gar nicht geflucht….nein…..) und ich bin mit 15 irgendwas ins Ziel gekommen. Das war es dann schon gewesen! Zwei Läufe und zack draußen. Gott sei Dank, durften wir noch nebenher als Test und Tune mitfahren 🙂 . Und das taten wir dann auch.
Leicht angepisst, wobei mir das eigentlich klar war, haben wir dann noch einen Lauf gemacht, mit ein wenig mehr Feuer….und siehe da 10,1 Sekunden….. Super …. also weiter aufdrehen und dann mal mit BUMS losfahre. Jedoch wieder nach 10 Meter Motor aus ….. SCHEIßE wasn nun tun ….der Öldruck CUT war reingegangen! unter 3 bar = Motor aus ! Der Filter sah auch mies aus (nach Kipphebelbruch) und wir waren uns sicher, das war es …… leider nicht!!! Am Abend sahen wir, dass der Öltank fast leer war und mit dieser Pfütze an Öl waren wir an den Start gegagen…. da musste der Motor ja kein Öl bekommen …… nun gut, Öl aufgefüllt und bis Sonntag gewartet. Leider am Sonntag regen…… keiner konnte fahren und wir standen da mit unserem Talent. Kurzentschlossen, haben wir dann das Öl aufgeheizt und den Motor in die Launch Control getrieben. Scheiße nochmal, alles Super !!!!! Wir IDIOTEN !!!! Hätten am Samstag noch soooo oft fahren können und nun das…..
Nun gut, alles wieder aufgeladen und ab nach Hause. Jetzt wird der Motor nochmal auf der Rolle richtig ran genommen und dann bin ich auf die Lager gespannt.

Hier noch ein Bild von uns, wo wir uns gefreut haben, dass wir das mit dem Öl gefunden hatten und dachten wir könnten am nächsten Tag fahren.

Kurz zu den anderen Fahrern.
Der Wankel war nach dem ersten Burnout kaputt. Andre Nahler hat es bis in Runde 2 geschafft und war dann draußen. Martin mit dem Carman hat es ins Finale geschafft und ist zweiter geworden!
Dann noch kurz ein Bild vom Filter, nach dem Launchen.

Für unsere Verhältnisse nicht soooo schlecht.
Nun gut es geht also endlich weiter und weiter ……aber nun ist erst einmal eine kleine Pause angesagt, da private Verpflichtungen (muss auch mal sein) uns bis September lahmlegen. Aber dann geben wir „second Gear….and Attacke“