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Zack …Öltank

und hier mal ein paar Bilder zum Öltank ….

Jetzt hat der Öltank folgende Anschlüsse:
– 2 Enlüftungen aus den Köpfen in den TAnk
– 2 Entlüftungen aus dem Tank in den Auspuff
– 1 Abgang zur Ölpumpe
– 1 Rücklauf vom Öldruckventil
– 3 Rückläufe von der Trockensumpfpumpe
– 1 Verschraubung zur Befüllung
– 3 Heizelemente zu je 300 Watt
– 1 Termofühler
– 2 Anschlüsse für den Ölstand

hihihihi … das sollte reichen …… das geile an der Sache ist, dass wir ja auch jetzt den Gehäusedruck messen. Weil ich dachte, wenn wir da 1,5 und mehr bar drauf geben wird dieser ansteigen ……aber Pustekuchen nix da…. also pustet der Motor so gut wie nichts über die Köpfe in den Tank!!!!!

Aber egal ….. jetzt wird weiter gebaut …. Oschersleben kommt immer näher ….

Ich fange mal mit den schlechten Nachrichten an.
Der DYNODAY ist ABGESAGT ! <- liegt an den guten Nachrichten 🙂

Die guten Nachrichten, die Kurbelwelle hält. Und auf den Lagern ist nun ein wunderbarers Tragbild zu erkennen.
Unser erster Test war mit Rektol Öl 5w50 RR -80 Grad. Wir haben 11 Läufe auf der Rolle gemacht. Alle so um die 600-750 PS. Danach sagte unser Ölfilter STOP ! Und als ich die Lager ausgebaut hatte ….war ich glücklich nicht noch einen Lauf gemacht zu haben.
Danach wieder frische Lager verbaut und ab auf die Rolle.
Unser zweiter Test mit w70 Kendall Öl -80 Grad. Wieder haben wir nur 11 Läufe auf der Rolle gemacht….jedoch waren ein zwei Ausrutscher mit der Leistung dabei. Also 700-820 PS. Der Ölfilter sagte weiter machen, aber wir wollten vergleichbare Werte haben. Also zerlegen und siehe da….. die Lager sahen wesentlich besser aus als mit dem Rektol ÖL. Nun gut aber das hätte ja auch nur wieder Zufall sein können. ……. ……. ……..
Also alles neugelagert zusammengebaut.
Unser dritter Test mit w70 Kendall Öl -80 bis 100 Grad. Da die Lager ja gut aussahen, haben wir uns dieses mal entschlossen LASTLÄUFE zu machen (Dauer immer so 10-15 Sekunden). Also Läufe in denen ich im 1 Gang langsam anfahre und dann Vollgas 2-3-4 Gang fahre. Das haben wir 10 mal gemacht. Der Ölfilter sagte immer noch GO! Ok, dann noch die Launch eingestellt…… son bischen rumgeballert….1,5bar…..sollte reichen. Ölfilter immer noch auf GO. Aber egal, Motor zerlegen und die Lager ansehen. Sie sahen sogar noch einen Tick besser aus …..
Nun ist der Motor wieder zusammen mit neuen Lagern und wir sind NICHT bereit für den ERSTEN WIRKLICHEN EINSATZ, da es noch die Elektrik zu vollenden gilt, die Ölheizung muss noch verbessert werden und und und (daher auch kein DYNODAY) .

Unser erster Einsatz wird, so alles hinhaut, in Oschersleben auf der 1/8 Mile sein. Ich denke, da kann so viel nicht kaputt gehen…… aber wie immer wir werden sehen.

wie lange habe ich schon nichts mehr geschrieben ….. LANGE … aber es ist auch nichts passiert. Nun ist die Welle zurück vom Schleifen …. und auch schon verbaut. 4-5 hundertstel Millimeter Lagerspiel haben wir nun am Pleuellagerzapfen.

Heute dann erstmal wieder den Haufen zusammen gebaut. Morgen geht es in den Rennwagen. Dabei werden die Ölleitungen neu verlegt, da der alte Öltank seine Position verändert hat. ( Bilder kommen )
Ich hatte aber ja etwas Zeit und habe mal ein wenig in unserem Pleuellager rumgewühlt.

Wie ich ja schon mal geschrieben hatte, können wir die Pauter Pleuel beim Zusammenbauen irgendwie mehr zusammendrücken als die BME Pleuel. Also, wen ich auf eine von unseren Wellen, welche auf 0,30 Zoll Untermaß geschliffen wurde, BME Pleuel verschrauben würde, so hätte ich dann 0,10 mm Lagerspiel. Bei Pauter hingegen ist es komischerweise dann nur noch 0,05 mm bis 0,06 mm Lagerspiel. Warum auch immer …….
So haben wir jetzt eine Reservewelle !!!! mit Pauter Pleuel !!!!

Aber weiter, das ERSTE Rennen in Frankreich war für uns nicht zu schaffen. Jetzt kommt EBI in Chimay Ende Juni.
Davor aber unser DYNODAY am 08.06.2024 !!!!! und da möchte ich endlich mal auf die Tube drücken.

Bis dahin Leute … ich berichte …..

So….. lange nichts mehr geschrieben …. wie auch …. die Welle war beim Schweißen … es geht jetzt wieder von vorne los.
Für alle die wissen wollen wie eine Laser geschweißte Welle aussieht, hier mal zwei Bilder davon.

Der Arme hat wieder mal alles gegeben. Da das Schweißgut eine sehr gute Härte aufweist, fällt nach dem Schleifen das Harten weg. So bei uns …. sicherlich kann man dann noch polieren und und und … aber zum Testen ob das nun mit dem Lagerspiel hinhaut reicht das erst einmal.

Ach ja ….. LAGERSPIEL am Pleuel.
Da wir nun festgestellt haben, dass noch mehr Spiel zu noch besseren Lagerschäden führt, wird nun mal in die andere Richtung gegangen. Wenn man sich unzählige Lektüren über Ölkeil Schmierung und so weiter durchließt, dann wissen wir jetzt, dass der minimalste Ölfilm 0,0015mm bracht. Also 1,5 Tausendstel Millimeter !!! So , ARSCHLECKEN, die Welle wird nun auf 3 bis 4 Hundertstel Millimeter Laufspiel geschliffen. Dabei werden die Pleuel einzeln mit den jeweiligen Lagern verschraubt und dann passend zum Pleuelzapfen geschliffen. Bedeutet, wir können die Pleuel nachher nicht mehr vertauschen.
Als Öl verwenden wir dieses mal ein „dünne Suppe“ 5W50 von Rektol, um die Lagergut zu durchspülen.
Mal sehen ob das nun hinhaut.
…wir werden sehen …. bis dahin …..

So, nun ist es aus unserer Sicht auch endlich AMTLICH.

12 hundertstel Millimeter sind zu viel Lagerspiel, bei ALU Pleuel. Wie komme ich darauf … ganz einfach, wir konnten gerade mal 5 1/2 Läufe auf der Rolle machen. Dabei haben wir die Leistung auf 500 PS runter gedreht um langsam in die Vollen gehen zu können.
Aber dazu ist es dann nicht mehr gekommen. Unser Ölfilter hatte was dagegen. Ich kann eigentlich immer nur sagen …. BAUT DIESEN FILTER EIN!!!!!! bei uns, ist seit dem zwar sehr viel kaputt gegangen, aber Motorschäden mit abgerissenen Pleuel oder dergleichen hatten wir nicht mehr, dank des Filters.
Man sieht einfach alles dort. In unserem Fall, haben wir nach jedem Lauf geschaut, wie sieht es aus ….. und nach dem 5 Lauf den Filter mal ausgebaut und unter die Lupe genommen. Er war so voll mit Resten, dass wir den Filter gesäubert eingebaut haben, um dann nochmal den Motor laufen zu lassen. Dabei haben wir ihn nur 1 Minuten im Standgas laufen lassen….. das Ergebnis, verheerend, der ganze Filter saß voll mit Abrieb von Lagerschalen.
Also alles STOP. Motor raus und alles schön fein aufgemacht.

So sahen unsere Lager dann aus ……

Nett oder……. 3 Lagerwaren kurz vor TOT, eines war aber mal so richtig TOT, gut an der Farbe zu erkennen. An dem echt übelen Lager, sieht die Lagerstelle (Peuellagerzapfen) auch nicht mehr so sexy aus …..

erotische Oberfläche eines Pleuellagerzapfen für Sardiesten 🙂

Damit ist für uns klar, das Lagerspiel war zu groß. Wenn jetzt jemand nach unserem Öldruck fragt, ja der lag die ganze Zeit über 8 bar, hat aber unter Last angefangen zu zappeln.

Nun gut, wir werden jetzt dank der Sicherheit unseres Ölfilters, in genau die andere Richtung gehen. Also weniger Lagerspiel.
Angedacht sind jetzt 0,03-0,05 mm. Natürlich im kaltem Zustand.

Und direkt in die Vollen…..
Den Motor habe ich nun wieder zusammen,

Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Leitungen unsere Motor mittlerweile hat.
Hier nochmal ein paar Daten zum Motor:
Bohrung 108mm, Hub 90mm, macht ca. 3,3 Liter Hubraum
Verdichtung 7:1 , Kolbenrückstand 1,2mm, Brennraumvolumen 125ccm
Kurbelwelle Pauter 90mm, Kolben von JE-108, Pleuel BME ALU, Lagerspiel (kalt) Pleuel 0,14mm Lagerspiel Hauptlager 0,06mm, Axialspiel 0,01mm.
Wie fahren pro Zylinder mit 5 Einspritzdüsen BOSCH CGN 2200ccm das ganze mit einem Grunddruck von 3,5 bar. Benzinpumpe ist eine Bertha von Watermann, AEM Peak and Holt Box.
Ölpumpe ist eine Pauter-Centerflow 5 Stufen, Ölfilter Clearview Filter, Öldruck bei 2000 U/min. 7bar.
Zündung besteht aus 4 Einzelspulen von AEM mit einer NGK BR 8 ES Kerze.
Motorsteuerung ist eine MaxxECU – Race mit einer Lambdasonde 4.9 von NGK
Ladedruck wird über den ganz normalen Ansaugdruck geregelt mittels N75 Ventil auf ein No Name Wastegate 60mm.
Überdruck (Blow off) via Druckleitung Ansaugung, No Name 60mm.

Turbolader ist ein TB80 von Turbobandit
Kraftstoff ist Methanol
So, damit könnt ihr eigentlich den Karton selber nachbauen 🙂

Aber weiter….. Motor eingebaut und 2 Minuten laufen gelassen, zum sauber spülen des Motors, da man nie ganz sicher sein kann wie viel Dreck noch hier und da ist.

Und wie man sehen kann,….. MENGEN an Schmutz!!!!!! Ich mache wirklich alles so sauber wie es nur geht, wo das dann herkommt ….. ich kann es echt nicht sagen.
Nun sind wir so weit und bewegen den Rennwagen wieder auf die Rolle um so ca 10-15 ECHTE RENNLÄUFE nachzustellen. Neue Software ermöglicht uns, das noch besser zu steuern. Mal sehen was dabei rauskommt.

Da steht er….. und wartet auf seinen Einsatz. Morgen am 06.02.2024 ab 16:30 Uhr ist es dann soweit.

Wer Lust hat, kann gerne vorbeikommen…… Gehörschutz bitte mitbringen …..

Was ist geiler als ein V8 na klar ein V12 und …. ok W12 …. IN EINEM KÄFER !!!!
Aber nix da…das geht noch viel, viel wilder ….. wasn mit zwei Motoren ?… und dann gleich einen V8 vorne als Kompressor und hinten bauen wir einen V8 mit Vergaser ein …… und das ganze dann noch auf die Straße !!!!!! schön mit Spoiler und allem drum und dran ……

GIBT ES NICHT …….. HA….. GIBT ES DOCH !!!!!

Ihr wollte beweise sehen …… hier kommen Sie 🙂 ….ich konnte es auch nicht glauben …. daher hier zwei extrem Detail genaue BILDER ……. hi hi hi

ich muß erlich sagen …. es hat mich umgehauen 🙂 …..

—-Schönen Sonntag—-

Frohes NEUES JAHR Euch da draußen!
Wie eigentlich jedes Jahr, fahre ich zum Treffen nach Herford, denn dort sind besonders viele Motorenbauer vertreten. Und hier und da findet man echt eine gute Inspiration was einen selbst angeht. So auch in diesem Jahr!!!! Nur nicht so inspirierend wie gedacht. Es wurde eine Kurbelwelle mit Aluminium Pleuel ausgestellt. Made in Germany ! 🙂 alter, was fand ich das geil….. und anpacken durfte man das GUTE STÜCK auch …. die Pleuel saßen wirklich wirklich stramm, klemmten teilweise auf der Welle, sodass ich Fragen wollte was derjenige sich dabei gedacht hat.
Mit guter Laune stellte ich meine Frage „Bitte um Entschuldigung, was haben Sie für ein Lagerspiel verbaut“ und bekam eine wirklich inspirierende Antwort, „Lagerspiel, wir haben die mit Lagerspiel 0mm verbaut“…also KEIN Lagerspiel. Verdutzt fragte ich, was denn die Überlegung hinter Lagerspiel 0mm ist. Mir wurde erklärt, dass wenn die Pleuel warm werden, sich das Lagerspiel enorm ausdehnen würde und somit komme man auf 0,03mm Lagerspiel weil noch mehr würde den Ölkeil nur zerstören, Sie hätten das gemessen und so ist richtig. Eine weitere Frage von mir wurde mit wegdrehen beantwortet….. also nerve nicht ich habe besseres zu tun, als dich mit Informationen zu füttern.
Schade …. nach 5 Minuten auf der Stelle stehen und einen Rücken ansehend habe ich mich dann verkrümelt. Ich hätte doch gerne gewußt, ob sich seine ALU Pleuel auch mindestens 0,10mm bei 80 Grad ausdehnen …. denn dann hätte er nicht Lagerspiel 0mm verbauen müssen, sondern Lagerspiel -0,07mm und wie will er das Starten, denn bei -0,07mm bewegt sich kein Pleuel der Welt!!!!!!
Nun gut, wieder jemanden gefunden, der mit seinen Erkenntnissen ins Grab geht und sich auf dem Weg dahin immer beschwert, warum denn keiner mehr was macht ……. die Frage hat er sich damit selber beantwortet.

So verbleibe ich und möchte nicht genau so in die Geschichte ein gehen. Es wird dieses Jahr viele Videos geben, wo ich explizit alles erkläre …. und das so genau wie möglich….. denn die Leute, die sich noch die Hände schmutzig machen, bei -5 Grad in Ihrer Halle schrauben, werden nicht mehr, sondern weniger!!!! Daher möchte ich Euch dazu anspornen, macht was draus egal was, aber macht was ….. ob es so Sinnbefreit wie meine „teilweise sehr dummen Ideen sind “ oder nicht, aber am ENDE des Tages hast Du was erschaffen!!!!!! Und darauf kann nur der Stolz sein, der was erschaffen hat.
So und nun gehe ich wieder in meine Werkstatt und schraube an meinen Träumen weiter.

Also dann mal ran an die Buletten.
Da ich ja nun über eine Fräsmaschine verfüge, können endlich alle Teile bearbeitet werden. Angefangen vom Gehäusedeckel

bis hin zum Gehäuse selber.

Nun ist endlich alles schön plan und winklig. Die Oberkante vom Gehäuse war satte 2,5 mm verzogen. Die seitlichen Zylinderaufnahmen um satte 1,2 mm . Und dank meiner nachgerüsteten Messlineale, konnte ich den Tisch auf 3 tausendstel mm genau ausrichten …… *sabber*
Den Höhenschlag aus der Nockenwelle von über 3mm habe ich auch wieder hin bekommen und wir können endlich mit dem Zusammenbau der ersten Motoren beginnen.

Fast hätte ich es ja ganz vergessen, wir haben jetzt auch endlich eine anständige Hallenheizung. Diese wurde bei Nacht und Nebel in Lippstadt mit der DOKA abgeholt !!!! So wie sich das gehört.

Und nun hat das frieren im Winter ein ENDE!!!!!

Ich bin sehr gespannt, wie gut sich der Motor jetzt, wo alles auch 100% plan ist, zusammen bauen lässt. Besonders bei den Drehmomenten bin ich gespannt, wie gut sie kommen und wie gut sie erhalten bleiben.
Aber wie immer ….. ich werde berichten.